HTF7000
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Technical Specifications
- Thrust
- 29,5 kN (6.600 lbf)
- Bypass Ratio
- 4,2:1
- Fan Diameter
- 0,790 m
- Pressure Ratio
- 22,0:1
- SFC
- 0,3900 lb/lbf·h
- Dry Weight
- 466 kg
- Length
- 1,880 m
- First Run
- 2001
- In Service
- 2004
Überblick
Das Honeywell HTF7000 ist ein Mantelstromtriebwerk mittlerer Schubklasse, das speziell für den Markt der Geschäftsreiseflugzeuge mit großer Kabine entwickelt wurde. Mit einem Schub von bis zu 6,600 lbf (29.5 kN) treibt es einige der leistungsfähigsten Ultra-Langstrecken-Geschäftsflugzeuge an, die in den 2000er und 2010er Jahren produziert wurden, darunter die Gulfstream G280 und die Dassault Falcon 900-Serie. Das HTF7000 wurde für außergewöhnliche Kraftstoffeffizienz bei transkontinentalen und interkontinentalen Geschäftsluftfahrtmissionen konzipiert, bei denen niedrige Betriebskosten und hohe Zuverlässigkeit von größter Bedeutung sind.
Entwickelt aus dem umfangreichen Mantelstromtriebwerks-Erbe von Honeywell, stellt das HTF7000 (in einigen Kontexten auch als AS977 vermarktet und eng verwandt mit der AS907-Familie) eine Verfeinerung der Kerntechnologie dar, die in der gesamten Geschäftsluftfahrt-Triebwerkspalette von Honeywell eingesetzt wird. Das Triebwerk verfügt über eine Zweiwellenarchitektur mit einem Hochdruckkern, der für die Effizienzanforderungen des Langstrecken-Geschäftsflugbetriebs optimiert ist. Sein FADEC-System (volldigitale Triebwerksregelung) sorgt für präzises Schubmanagement und vereinfacht die Arbeitsbelastung des Piloten in allen Flugphasen.
Die Geschäftsflugzeug-Triebwerke von Honeywell besetzen eine kritische Nische in der allgemeinen Luftfahrt — sie müssen die anspruchsvollen Zuverlässigkeitsstandards der kommerziellen Luftfahrt erfüllen und gleichzeitig die Flexibilität bieten, die für den bedarfsorientierten privaten Flugverkehr erforderlich ist. Das HTF7000 erreicht dieses Gleichgewicht durch sorgfältige Konstruktion seiner Fan-, Verdichter- und Turbinenstufen, kombiniert mit bewährter Verbrennungstechnologie, die Emissionen minimiert und die Einsatzdauer zwischen Überholungen maximiert.
Technische Daten
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Maximaler Schub | 29.5 kN (6,600 lbf) |
| Nebenstromverhältnis | 4.2:1 |
| Fan-Durchmesser | 0.790 m (31.1 in) |
| Trockengewicht | 466 kg (1,027 lb) |
| Länge | 1.880 m (74.0 in) |
| Gesamtdruckverhältnis | 22.0:1 |
| SFC | 0.390 lb/lbf·h |
| Erstlauf | 2001 |
| Indienststellung | 2004 |
Varianten
Die HTF7000-Familie umfasst mehrere Schubklassen, die für verschiedene Zellenanwendungen optimiert sind. Das HTF7350G ist eine leistungsreduzierte Variante mit etwa 6,040 lbf, zugeschnitten auf spezifische Missionsprofile, bei denen ein geringerer Startschub den Kraftstoffverbrauch auf kürzeren Strecken reduziert. Das HTF7500E stellt eine Weiterentwicklung mit verbesserter Effizienz dar, geeignet für neuere Zellendesigns. Alle Varianten teilen eine gemeinsame Kernarchitektur, die eine erhebliche Teilegemeinsamkeit und vereinfachte Wartung für gemischte Flotten ermöglicht. Honeywell bietet weiterhin Produktverbesserungsprogramme (PIPs) an, die es bestehenden Betreibern ermöglichen, Software und Hardware der Triebwerkssteuerung für verbesserte Leistung und Zuverlässigkeit ohne vollständigen Triebwerkstausch aufzurüsten.
Flugzeuganwendungen
Das HTF7000 treibt mehrere bedeutende Geschäftsflugzeugplattformen in der Kategorie der großen Kabinen an. Bemerkenswerte Anwendungen umfassen die Gulfstream G280, ein Super-Midsize-Geschäftsflugzeug mit transkontinentaler Reichweite; die Dassault Falcon 900LX, ein dreimotoriges Großraumgeschäftsflugzeug, das zu Nonstop-Transatlantikflügen fähig ist; und die Dassault Falcon 2000S/LX Zweimotorvarianten. Diese Flugzeuge dienen Unternehmensflugabteilungen, Charterbetreibern und Teileigentumsprogrammen weltweit, wo die Zuverlässigkeit des HTF7000 einen starken Ruf für hohe Einsatzbereitschaftsraten und wettbewerbsfähige direkte Betriebskosten begründet hat.
Entwicklungsgeschichte
Honeywell startete das HTF7000-Entwicklungsprogramm Ende der 1990er Jahre und stützte sich dabei auf Erfahrungen mit seinem AS907-Triebwerk, das auf den Canadair CRJ Regionaljets eingesetzt wird. Das Programm wurde strukturiert, um einer wachsenden Nachfrage nach einem schubstärkeren Honeywell-Triebwerk gerecht zu werden, das mit den Angeboten von Rolls-Royce und Pratt & Whitney Canada im Segment der Geschäftsflugzeuge mit großer Kabine konkurrieren kann. Der Erstlauf erfolgte 2001 in Honeywells Testanlage in Phoenix, Arizona. Die FAA-Zertifizierung wurde 2003 erreicht, mit Indienststellung auf der Vorgängerplattform der Gulfstream G280 im Jahr 2004. Das Honeywell-Ingenieurteam konzentrierte sich auf die Erzielung langer Einsatzintervalle und zielte auf TBO-Werte (Zeit zwischen Überholungen) ab, die mit kommerziellen Luftfahrtstandards vergleichbar sind — ein entscheidendes Verkaufsargument für Betreiber, die große Geschäftsflugzeugflotten verwalten. Laufende Verbesserungsprogramme haben die Triebwerkslebensdauer verlängert und die Wartungskosten seit der Erstzertifizierung weiter gesenkt.